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WARNUNG: Betrug durch Email und Brief aus Afrika
Vorauszahlungsbetrug, auch als Nigeria Connection bekannt.

Angeblich benötigt man das Bankkonto einer vertrauenswürdigen Person in Europa um hohe Geldbeträge sicher und anonym zu überweisen.

Die Betrugsmasche ist auch unter dem Stichwort "Nigeria Connection" bekannt.

Update: Der nachfolgende Artikel stammt aus dem Jahr 2003. Viele Betroffene meldeten sich in den letzten Jahren und wir erfuhren von ganz erheblichen Schäden und Schicksalen. Durch diese Lügengeschichten wurden ganze Familien um Haus und Hof gebracht. Summen von insgesamt 20.000 € bis 50.000 € sind keine Seltenheit. Es gibt auch Fälle im sechsstelligen Bereich. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die bereits nach der ersten Zahlung von vielleicht 1.000 € aufwachten und misstrauisch wurden.

Die Gelder sind in der Regel verloren. Die Hintermänner sind nicht zu ermitteln. In den bekannten afrikanischen Staaten wie Nigeria, Senegal u.a. haben sich ganze Infrastrukturen wie Callcenter und spezialisierte Inernetcaffees und Häuser mit Briefkästen etabliert. Die Täter können sich Drehbücher schreiben lassen, Urkunden fälschen lassen und der ganze Schriftverkehr wird von fleissigen Angestellten erledigt. Auch agieren solche Banden nicht immer aus Afrika heraus. Es sieht für das Opfer nur so aus. Die Täter können überall sitzen.

Die Lügengeschichten ändern sich. Das System bleibt aber gleich: Sie sollen zahlen. Zur Zeit sucht man sich die Opfer auch über Brieffreundschaften. Tauchen Flüchtlinge auf, dann werden auch gerne int. Organisationen wie UN oder Rotes Kreuz eingebaut. Man behauptet also, dass man etwa Mitarbeiter solcher Organisationen sei, etc …)

Der Vorauszahlungsbetrug hat viele Spielarten. Seien sie immer vorsichtig, bevor sie Geld überweisen und lesen Sie diese Warnung aufmerksam!

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In letzter Zeit erhielten wir und auch einige unserer Mandanten merkwürdige Post oder merkwürdige Emails aus Afrika. Die Geschichte, oder besser das Märchen, welches einem aufgetischt wird, variiert, ist aber im Kern immer identisch. Es meldet sich ein hoher Angestellter einer Bank oder einer Firma aus einem Land in Zentralafrika oder Südafrika und berichtet von Geldern in Millionenhöhe (i.d.R US Dollar) welche sich auf einem Konto irgendeiner obskuren Bank in Afrika befinden. Diese Gelder sollen immer aus illegalen Geschäften oder Straftaten stammen. Mal handelt es sich um Gewinne aus Ölgeschäften mit Ländern, gegen die vor Jahren ein UN-Embargo bestanden hat, mal handelt es sich um illegale Geschäfte mit längst verstorbenen Diktatoren, mal handelt es sich um Schwarzgelder auf einem Konto, dessen Inhaber vor Jahren gestorben ist und auf welchem sich seit Jahren keinerlei Geldbewegung feststellen ließ. (Wer glaubt eigentlich, daß irgendjemand auf dieser Welt mehrere Millionen Dollar einfach vergisst?) Beliebt ist auch die Variante, dass ein reicher Erbe, dessen Vater in irgendeinem Bürgerkrieg umgebracht wurde, Hilfe bei der Auflösung von Konten mit erheblichen Geldbeständen des Verstorbenen benötigt.

Die Absender sind manchmal ganz direkt und gestehen massive Straftaten, durch die Sie das Geld erlangt haben oder demnächst erlangen werden, unverblümt zu. Entweder hat man das Geld von einem illegalen Gewinn abgezweigt, oder man kündigt an, daß man einfach mit Hilfe eines hohen Bankangestellten das Geld von dem vergessenen Konto "klauen wird".

Natürlich will man das Geld in eigenem Namen in Europa investieren und deshalb benötigt man Ihr Bankkonto als Zwischenkonto. Das Geld wird an Sie überwiesen und dann überweisen Sie einfach das Geld an einen Dritten weiter, oder es kommt persönlich jemand vorbei und holt das Geld ab (es wird nie jemand erscheinen!). Natürlich dürfen Sie für diesen "läppischen" Dienst eine großzügige Provision behalten. Diese schwankt zwischen 5% und 30%. Auf jeden Fall bleiben mehrere Millionen US Dollar bei Ihnen hängen.

Wer sich darauf einlässt wird nach einiger Zeit erfahren, daß die Überweisung eine Bankgebühr von mehreren 1000 Euro auslöst. Die soll man schon mal überweisen. Oder es müssen Gebühren für Certifikate oder für Rechtsanwälte vorgestreckt werden. Manchmal soll man auch Flüge für einen Vertreter bezahlen. Die Liste der möglichen Gründe ist endlos. Schließlich bekommt man ja umgehend zig Millionen zurücküberwiesen. Wer das macht, der wird sein Geld niemals wiedersehen.

Es gibt auch noch andere Varianten. Diese enden aber immer damit, daß man zuersteinmal zahlen muß um Millionär zu werden. Deswegen heisst die Betrugsmasche auch "Vorauszahlungsbetrug" oder "Vorkassebetrug".

Eine besonders ekelhafte Variante wurde uns jüngst bekannt. Hier wurde eine Brieffreundschaft ausgenutzt. Eine langjährige Brieffreundin aus dem Senegal bat einen deutschen Rentner um Hilfe für eine junge Frau, die sich angeblich in einem Flüchtlingslager im Senegal befand und an das Geld ihres ermordeten Vaters herankommen musste um ihrem elendigen Schicksal zu entfliehen. Hier wurde nicht die Gier ausgenutzt, sondern die Hilfsbereitschaft des Opfers.

Meistens ist es aber die Gier, die auch die intelligentesten Menschen blind macht. Je höher der Millionenbetrag, desto eher wird der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet.

Abgesehen davon, daß dies niemals funktionieren kann, da es heute das Geldwäschegesetz gibt und die Banken zur Meldung/Anzeige von derlei außergewöhnlichen Kontobewegungen verpflichtet sind, muß man sich mal klar machen, was hier von dem Empfänger verlangt wird.

Wer an die Geschichte glaubt und den Kriminellen helfen will ist bereit erhebliche Straftaten zu verüben als da wären, Beihilfe zur Untreue, Geldwäsche, Begünstigung, etc. etc.. Da ist es auch wenig tröstlich, daß man für den Versuch der Begehung solcher Straftaten wohl nicht bestraft wird. Sicher ist das aber nicht. Nähere Informationen zur eigenen Strafbarkeit des Betrugsopfers finden Sie hier.

Am Ende steht man da wie der Dieb, der selber bestohlen wurde. Und - ganz ehrlich - hat man es ja auch nicht besser verdient.

Wer jetzt glaubt, daß ihm dies niemals passieren kann, der mag einen Artikel lesen, der vor kurzem auf der Seite des Spiegel Online Magazins erschienen ist. Danach finden sich wohl täglich mehrere Dumme auf der Welt, die viel Geld verloren haben.

Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,217344,00.html

Sollte der Link nicht zu dem Artikel führen, dann ist der Artikel im Spiegelarchiv nur gegen Entgelt abrufbar.

Weitere Informationen zum Schutz vor der Betrugsmasche Nigeria Connection mit vielen Beispielen und auch zu anderen Betrügereien finden Sie auf der informativen Seite von Michael Holdcroft:

www.Betrug-online.info

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