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Justitia |
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Giuseppe Salviati, 1542 bis 1559, Justitia, National Gallery London |
| Im antiken Rom symbolisierte die Frauengestalt Justitia die Bewahrung des strengen positiven Rechts. Ihre Insignien waren ein Szepter und eine Opferschale oder alternativ ein Stab und ein Palmzweig. |
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Raffael, Justitia, ca. um 1511, Stanza della Segnatura |
| Im Mittelalter setzte sich die Darstellung der Justitia als Symbol des Rechtswesens und der Verwaltung mit einem Schwert und einer Waage durch. |
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Raffael, Darstellung des Plato, Detail aus der "Schule von Athen", Stanza della Segnatura |
| Justitia (Gerechtigkeit) ist eine der vier Kardinaltugenden. Die anderen drei heißen Temperantia (Mäßigkeit), Fortitudo (Stärke) und Prudentia (Klugheit). Diese vier Tugenden gehen auf die Politeia des Plato zurück und standen im Christentum den drei geistlichen Tugenden Fides (Glaube), Caritas (Liebe) und Spes (Hoffnung) zur Seite. |
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Rogier van de Weyden, 1445 bis 1450, Erzengel Michael, L`Hotel Dieu, Beaune |
| Seitens der Kirche wurde der Erzengel Michael als christliches Symbol der Gerechtigkeit angesehen und entsprechend mit den Symbolen der Gerechtigkeit dargestellt. Renaissance und beginnende Aufklärung führten endgültig zur Annahme der Justitia als Verkörperung der Gerechtigkeit und der Justiz. |
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